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Fortbildung zum:r Sprach- und Integrationsmittler:in

Projektzeitraum

11.08.2009 – 10.08.2012
Das europäische Projekt ist in die Nachhaltigkeit übergegangen. Aktuelle Angebote zu laufenden Fortbildungsgängen zum:r Sprach- und Integrationsmittler:in finden Sie hier.

Projekt: Fortbildung zum:r Sprach- und Integrationsmittler:in

In der einjährigen Fortbildung werden Migrant:innen zu Sprach- und Integrationsmittler:innen ausgebildet, um im Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesen kultursensibel zu dolmetschen und soziokulturell zu vermitteln.

Ziel

Ziel der Fortbildung ist es, Kommunikationsbarrieren zwischen den Regeldiensten des Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesens und fremdsprachigen Patient:innen und Klient:innen zu überwinden. Die Fortbildung zielt darauf ab, die bestehenden Kompetenzen der Migrant:innen im sprachlichen und kulturellen Bereich aufzugreifen und professionell auszubilden, so dass sie ihre Fähigkeiten in Arbeitsfelder des sozialen, medizinischen und bildungsbezogenen Bereichs einbringen können. Gleichzeitig soll auf diese Weise die Nachfrage der Regeldienste nach kultursensiblen Dolmetscher:innen bedient sowie Zugangsdefiziten auf Seiten der Migrant:innen und Flüchtlinge bei der Inanspruchnahme der medizinischen und sozialen Versorgung entgegengewirkt werden.

Durchgeführte Qualifizierungsmaßnahmen

Die Akquirierung der Teilnehmer:innen für die zwei bereits beendeten und aktuell zum dritten Mal durchgeführte Fortbildung(en) fand in Kooperation mit den ARGEn, Beratungsstellen und mit bereits qualifizierten Sprach- und Integrationsmittler:innen in NRW statt.

Die Fortbildung umfasst zwei sechsmonatige Module im Umfang von ca. 2.000 Unterrichtsstunden. Es wurden drei Fortbildungsgänge zum:r Sprach- und Integrationsmittler:in durchgeführt.

Projektergebnisse & Nachhaltigkeit

Mit der Zielformulierung des Projektes wurde eine Win-Win-Situation angestrebt, die durch den bisherigen Projektverlauf bestätigt werden kann: Einerseits wird auf den Bedarf der Regeldienste nach kultursensiblem Dolmetschen und soziokultureller Vermittlung reagiert. Andererseits eröffnet die Tätigkeit für Migrant:innen neue berufliche Perspektiven. Die bisher weitgehend ungenutzten sprachlichen und soziokulturellen Ressourcen von Menschen mit Migrationshintergrund finden nun Beachtung und werden gewinnbringend genutzt. Diese Wertschätzung ihrer Kompetenzen führt zu einer hohen Motivation der Sprach- und Integrationsmittler:innen. Das weitere Teilprojekt Sprachmittlerpool IntegrAb NRW stellt eine sinnvolle und wichtige Ergänzung zur Fortbildung dar, um die ausgebildeten Sprach- und Integrationsmittler:innen in Arbeit zu vermitteln.

Die im Rahmen der XENOS-Förderphase finanzierten Modellprojekte „Fortbildung zum:r Sprach- und Integrationsmittler:in“ wie auch der „Sprachmittlerpool IntegrAb NRW“ haben es in die Nachhaltigkeit und somit langfristige Implementierung wie auch Finanzierung geschafft. Siehe hierzu: Fortbildung zum:r Sprach- und Integrationsmittler:in und bikup Sprachmittlerpool NRW.

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