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Starttermine Fortbildung

Pandemiebedingt starten beide Kurse fürs Erste online

Fortbildung in Vollzeit: 19. Mai 2021

Fortbildung in Teilzeit: 15. Juni 2021

Sprach- und Integrationsmittler:innen

Das neue Berufsbild Sprach- und Integrationsmittler:in ist in Deutschland nicht mehr weg zu denken.

Der Beruf des:r Sprach- und Integrationsmittler:in ist die Stütze in einer sich stetig verändernden globalisierten Welt. Menschen aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern treffen aufeinander und kommunizieren miteinander, sei es bei der Inanspruchnahme medizinischer oder sozialer Versorgung, bei der Betreuung, Begleitung oder Beratung von fremdsprachigen Kund:innen, Klient:innen oder Patient:innen.

Hieraus ergibt sich eine steigende Nachfrage an fachkundiger und kompetenter Sprach- und Kulturmittlung. Der Beruf des:r Sprach- und Integrationsmittler:in reagiert auf diesen Bedarf und gewährleistet eine reibungslose Verständigung. Sprach- und Integrationsmittler:innen fördern durch ihre fachlichen, kommunikativen und soziokulturellen Kompetenzen die interkulturelle Öffnung unserer Gesellschaft.

Keine Ehrenamtlichkeit! Keine Kurzschulung!

Fortbildung zum:r Sprach- und Integrationsmittler:in

Die Fortbildung zum:r Sprach- und Integrationsmittler:in wird seit dem Jahr 2009 bei der Bildungsträgerin bikup gGmbH angeboten. Seitdem wurden fast 50 Fortbildungslehrgänge in Vollzeit und Teilzeit á 2.040 Unterrichtseinheiten durchgeführt.

Sprach- und Integrationsmittler:innen

  • dolmetschen fachkundig, transparent und allparteilich
  • vermitteln und informieren in soziokulturellen Fragen
  • erkennen Kommunikationsstörungen und intervenieren angemessen
  • erläutern länderspezifische Unterschiede der Versorgungsstrukturen
  • assistieren Fachkräften

Sprach- und Integrationsmittler:innen schlagen eine Brücke der Verständigung zwischen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Gesellschaftssystemen mit ihren divergierenden Denkweisen, Bräuchen und Gewohnheiten.

Zielgruppe sind Menschen mit Migrationserfahrung.

Zugangsvoraussetzungen sind:

  • Migrationshintergrund oder Migrationserfahrung
  • Nachweis von Deutschkenntnissen (Sprachniveau B2/C1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens GER)
  • Nachweis einer Zweitsprache (mind. GER C1)
  • Schulabschluss äquivalent zur mittleren Reife (Realschulabschluss)
  • Allgemeine Berufserfahrung oder ein beruflicher Abschluss

Erwünscht sind:

  • Erfahrungen oder Kenntnisse im Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesen
  • Erfahrungen im Dolmetschen
  • Soziales Engagement
  • Kenntnisse über gesellschaftliche und administrative Strukturen eines anderen Landes (Herkunftsland, Land des Auslandsaufenthaltes o.ä.)

Dauer: 12 Monate
Aufbau: 1.560 Unterrichtseinheiten Theorie (davon 1.520 Unterrichtsstunden (UE) à 45 Minuten, zusätzlich 40 UE à 45 Minuten praktikumsbegleitender Unterricht) und 360 Praktikumsstunden á 60 Minuten (entspricht 480 UE à 45 Minuten). Die Gesamtdauer der Maßnahme beträgt 2.040 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten.

Kurszeiten: z.B. Montag bis Freitag von 8:30 Uhr bzw. 08:45 Uhr – 15:30/16:30 Uhr bzw. 15:45/16:45 Uhr

Unterrichtsfächer: Methodik Sprach- und Kulturmittlung, Dolmetschtechniken, Soziokulturelle Sensibilisierung, Migrationssoziologie, (Interkulturelle) Kommunikation und Konfliktmanagement, Strukturen und Aufbau der Institutionen des Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesens, Einführung Psychologie, Kinder- und Jugendhilfe, Asyl- und Sozialrecht etc.

Dauer: 24 Monate
Grundsatz: Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Aufbau: 1.560 Unterrichtseinheiten Theorie (davon 1.520 Unterrichtsstunden (UE) à 45 Minuten, zusätzlich 40 UE à 45 Minuten praktikumsbegleitender Unterricht) und 360 Praktikumsstunden á 60 Minuten (entspricht 480 UE à 45 Minuten). Die Gesamtdauer der Maßnahme beträgt 2.040 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten.

Kurszeiten: Montag bis Freitag von 09:00 Uhr – 12:15/13:15 Uhr

Unterrichtsfächer: Methodik Sprach- und Kulturmittlung, Dolmetschtechniken, Soziokulturelle Sensibilisierung, Migrationssoziologie, (Interkulturelle) Kommunikation und Konfliktmanagement, Strukturen und Aufbau der Institutionen des Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesens, Einführung Psychologie, Kinder- und Jugendhilfe, Asyl- und Sozialrecht etc.

Die Fortbildungsinhalte richten sich nach den einheitlichen Qualitätsstandards und Fortbildungskriterien, die von der bundesweiten Initiative „Etablierung des Berufsbildes Sprach- und Integrationsmittler“, bei der auch bikup gGmbH Mitglied ist, entwickelt wurde. Dieses Expert:innengremium steht unter Leitung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS).

Die Zertifizierung erfolgt über bikup als anerkannte Fort- und Weiterbildungsträgerin nach AZAV (§ 2 Trägerzulassung bzw. § 3 Maßnahmenzulassung)

Partner:innen zur Zertifizierung des Unterrichtsfaches Gesundheitswesen im Rahmen der Fortbildung zum:r Sprach- und Integrationsmittler:in sind das Universitätsklinikum Köln sowie die Medizinische Fakultät der Universität zu Köln.

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Die Lehrgangsgebühren können über Bildungsgutscheine von der Bundesagentur für Arbeit oder dem Jobcenter oder von anderen Träger:innen wie z.B. den Berufsgenossenschaften oder Rentenversicherungsträger:innen finanziert werden. Eine Teilnahme ist auch als Selbstzahler:in möglich.

Bei Interesse an einer Teilnahme lassen Sie uns bitte Ihren Lebenslauf per E-Mail, Fax oder auf postalischem Wege zukommen. Sie können uns auch über das folgende Online-Formular Ihre Kontaktdaten und Ihr Anliegen mitteilen. Der Fortbildungslehrgang wird regelmäßig angeboten.

Anrede: FrauMann






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Informationsveranstaltung

Bei Interesse können Sie an einer Informationsveranstaltung teilnehmen. Diese findet momentan jeden Mittwoch um 10:00 Uhr online statt. Wir informieren Sie über das Berufsbild, die Fortbildung und Beschäftigungsperspektiven. Senden Sie uns eine E-Mail an info@bikup.de oder rufen Sie uns an: 0221 485568-10. Wir lassen Ihnen die Daten für eine Teilnahme zukommen.

Wir freuen uns auf Sie!

Berufliche Arbeitsbereiche

Der Beruf des:r Sprach- und Integrationsmittler:in kann mit den Schwerpunkten professionelle Sprach- und Kulturmittlung und Integrations(fach)kraft ausgeübt werden.

Sprach- und Integrationsmittler:innen im Einsatz

Sprach- und Integrationsmittler:innen werden zum professionellen Dolmetschen und soziokulturellen Vermitteln in den Bereichen Gesundheit, (Psycho-)Therapie, Bildung, Soziales, Prävention, Sicherheit und mittlerweile auch in der Wirtschaft freiberuflich oder in Anstellung eingesetzt.

  • Sprach- und Integrationsmittler:innen dolmetschen fachspezifisch, transparent und allparteilich
  • Sie vermitteln soziokulturelles und religiöses Hintergrundwissen
  • Sie erkennen Kommunikationsstörungen und intervenieren angemessen
  • Sie erläutern länderspezifische Unterschiede der Versorgungsstrukturen
  • Sie assistieren Fachkräften soziokulturell

Über den bikup Sprachmittlerpool NRW können in Nordrhein-Westfalen zertifizierte Sprach- und Integrationsmittler:innen gebucht werden.

Sprach- und Integrationsmittler:innen in Beschäftigung

Sprach- und Integrationsmittler:innen werden durch die Aneignung interkultureller Kompetenzen als sogenannte Integrations(fach)kraft bei Städten, Behörden, sozialen Einrichtungen, Bildungsträgern, Unterkünften, Wohlfahrtsverbänden, Vereinen, Stiftungen, Unternehmen etc. eingestellt. Sie übernehmen Aufgaben der interkulturellen Begleitung, Betreuung, Beratung und Assistenz, aber auch die Leitung und Koordination von Aktivitäten bzw. Projekten im Bereich Migration, Asyl, Integration und Inklusion oder Lehrtätigkeiten.

 

Zertifizierte Sprach- und Integrationsmittler:innen kommen zu Wort

Bouthaina Halawi, Sprach- und Integrationsmittlerin, angestellt im Referat 210 – Soziale Angelegenheiten – der Stadt Langenfeld

Alle in der Fortbildung erworbenen Qualifikationen brauche ich tagtäglich in meinem Beruf. Die Arbeit beruht auf einer reibungslosen Verständigung zwischen meinen Kunden und den Behörden.“ 

„Die Fortbildung zum Sprach- und Integrationsmittler hat mich sensibilisiert, meine eigenen Ressourcen, die ich aufgrund meiner Migrationsbiografie mitbringe, zu erkennen, zu professionalisieren und aktiv einzusetzen. Neben der Mehrsprachigkeit sind es insbesondere die interkulturellen, kommunikativen und sozialen Kompetenzen, die Fähigkeit zum Perspektivwechsel und zur Empathie, die ich in der täglichen Vermittlungs- und Beratungsarbeit erfolgreich anwende.“

Inan Durmus, Sprach- und Integrationsmittler, angestellt als pädagogischer Mitarbeiter bei InterKultur e.V.


 

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