Bei der Ausgabe „Die Multikulti-Klinik. Im Einwanderungsland Deutschland müssen sich auch Krankenhäuser kulturell öffnen“ erscheint ein Artikel von Varinia Fernanda Morales zu „Die Kosten des Unverstandenen. Dolmetscher im Krankenhaus“. Der Artikel geht auf das Nicht- oder Falschverstehen der Arzt-Patienten-Kommunikation ein.
Durch Beratung und Öffentlichkeitsarbeit unterstützt mehr Perspektiven das KKC zum Thema Sprachmittlung im Gesundheitswesen. Eine gleichnamige Initiative wurde im Juli zur Qualitätsverbesserung der Verständigung mit fremdsprachigen Patient:innen gegründet.
Um kranken Flüchtlingen und Migrant:innen in Leverkusen und Umgebung eine erfolgversprechende Behandlung zu gewährleisten, hat der Kommunale Integrationsdienst der Stadt Leverkusen in Kooperation mit bikup das Modellprojekt „Sprachmittlerpool für die Stadt Leverkusen“ in Gang gesetzt, das ausgebildete Sprach- & Integrationsmittler:innen im Gesundheitsbereich zur Verfügung stellt. „Ohne die Hilfe der Sprach- und Integrationsmittler wäre die Behandlung unmöglich gewesen“, sagte der Leverkusener Internist Dr. Christian Spehr zu seinen Erfahrungen mit dem Projekt. WEITERLESEN
Arbeitstreffen zur Erweiterung der „Qualitätssicherung bei der Kompetenzaneignung zur Ausübung des Berufs als Sprach- und Integrationsmittler:in“. Der methodische Austausch und die interdisziplinäre Zusammenarbeit sind für die Dozierenden und letztendlich Fortzubildenden gewinnbringend.
Mit der wachsenden Zahl an Menschen mit Migrationshintergrund steigt auch der Bedarf an ausgebildeten Fachkräften, die Zuwanderer:innen die Integration erleichtern sollen. Wie wird man zum:r Sprach- und Integrationsmittler:in?
Am 14. Juli 2015 wurde in Berlin die Initiative „Sprachmittlung im Gesundheitswesen“ gegründet. Die Träger der Initiative sind Verbände und Organisationen aus den Bereichen Gesundheitswesen, Patientenschutz, Wissenschaft, Soziales und Sprachmittlung.
Die Versorgung fremdsprachiger Patient:innen stößt im deutschen Gesundheitssystem weiterhin auf eklatante Grenzen. Fehlende sprachliche Verständigungsmöglichkeiten gefährden eine fachgerechte Aufklärung, Diagnostik und Behandlung von Migrant:innen und Asylsuchenden.
bikup gGmbH und BDÜ (Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer) haben in Kooperation mit Bundesverbänden wie z.B. der Bundespsychotherapeutenkammer die Initiative „Sprachmittlung im Gesundheitswesen“ ins Leben gerufen. Die Initiative reagiert auf den bisher unzureichend gedeckten Bedarf an professioneller Sprachmittlung und fordert eine Aufnahme dieser Leistungen in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung.
Berlin – Auf die große Bedeutung der Kommunikation zwischen fremdsprachigen Patient:innen und Ärzt:innen beziehungsweise Psychotherapeut:innen weist die neue Initiative „Sprachmittlung im Gesundheitswesen“ hin.
Kommunikationsprobleme zwischen fremdsprachigen Patient:innen und Ärzt:innen bzw. Psychotherapeut:innen können schwerwiegende Folgen haben: Die neu gegründete Initiative „Sprachmittlung im Gesundheitswesen“ setzt sich für qualifizierte Sprachmittlung ein.
Eine Vortragsveranstaltung für ehrenamtlich Engagierte in der Flüchtlingshilfe zum Thema „Vor welchen Anforderungen stehen Ehrenamtliche in der Arbeit mit Flüchtlingen und wie können Kommunikationsschwierigkeiten überwunden werden?“ findet in Zusammenarbeit mit bikup statt.
bikup ist bei der Bundeskonferenz der Integrationsbeauftragten von Bund, Ländern und Kommunen 2015 vertreten (Programm). Varinia Fernanda Morales leitet ein Forum zu „Sprachmittlung im Gesundheitswesen“. Die Konferenz ist eingebettet im Schwerpunktjahr „Gesundheit und Pflege in der Einwanderungsgesellschaft“ von Staatsministerin Özoguz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. (Publikationen)