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Infoveranstaltung zu „Kurve kriegen“

Am Donnerstag, den 24. September war es wieder soweit. Gemeinsam mit dem Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen lud die bikup gemeinnützige GmbH bereits zertifizierte und kurz vor der Zertifizierung stehende Sprach- und Integrationsmittler (SIM) zu einer Informationsveranstaltung im Rahmen der Initiative „Kurve kriegen“ ein.

Die Teilnahme an dieser Veranstaltung ist Voraussetzung, um im Rahmen der landesweiten Initiative „Kurve kriegen“ zur Prävention von Kinder- und Jugendkriminalität über den bikup Sprachmittlerpool NRW vermittelt zu werden. Dabei erhalten die Teilnehmenden Informationen zum Ablauf, zu Formalitäten und Anforderungen, zur Leistungsbringung und der Zusammenarbeit mit der Polizei und den pädagogischen Fachkräften.

Obwohl die Veranstaltung coronabedingt in einem kleineren Rahmen als sonst stattfinden musste, kamen 19 Personen zusammen, die sich unter Wahrung der Abstandsregeln und mit Maskenschutz voller Neugier auf die Vorträge konzentrierten. bikup Geschäftsführerin Varinia Fernanda Morales und Erster Kriminalhauptkommissar Wolfgang Wendelmann, der für die Steuerung, das Qualitätsmanagement und die Weiterentwicklung der NRW-Initiative „Kurve kriegen“ verantwortlich ist, referierten abwechselnd.

 

Um die Relevanz des präventiven Ansatzes zu untermauern, demonstrierte Wolfgang Wendelmann die kriminelle Laufbahn eines Jugendlichen anhand einer meterlangen Papierrolle, die die Delikte seines noch jungen Lebens aufzeigt. Eine Karriere, die ohne Unterstützung ins Ausweglose steuert. Dies zeigt die Notwendigkeit, kriminalitätsgefährdete Kinder- und Jugendliche unter Hinzunahme ihrer Eltern frühzeitig in den Blick zu nehmen, um sie zu unterstützen und letztlich vor einer „kriminellen Karriere“ zu bewahren.

Der innovative Ansatz der Landesinitiative, der neben pädagogischen Fachkräften auch zertifizierte Sprach- und Integrationsmittler in die Teams der Polizei einbezieht, hat sich bewährt. Sprach- und Integrationsmittler begleiten die Fachkräfte und unterstützen sie mit ihren sprachlichen Qualifikationen und soziokulturellen Vermittlungs- und Beratungskompetenzen. So fungieren sie als Türöffner in die Familien. Ziel ist, durch das kultursensible Vermitteln zwischen Fachkräften und Teilnehmern samt ihren Familien eine Brücke zu schlagen, die die kriminalpräventive Arbeit der Initiative stärkt.


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