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Sprach- und Integrationsmittler für die Stadt Köln

Die Ratssitzung der Stadt Köln vom 28.10.2019 berichtet, dass der Einsatz von zertifizierten Sprach- und Integrationsmittlern die Teilhabechancen von (Neu-) Zugewanderten wesentlich verbessert. Sprach- und Integrationsmittler werden im Rahmen des interkulturellen Maßnahmenprogramms seit 2016 von städtischen Dienststellen, Kindergärten und Kölner Schulen flächendeckend beansprucht. Die Kosten werden im Rahmen des 2015 eingerichteten Integrationsbudget von der Stadt Köln übernommen.
Nun wurden die Ergebnisse des Berichts über die Zusammenarbeit der Stadt Köln und dem bikup Sprachmittlerpool NRW von Januar 2016 bis Dezember 2018 auf den Punkt gebracht. Eindeutig erkennbar sei der Mehrwert für die Fachkräfte und ebenso für die beteiligten Kölnerinnen und Kölner, die in der Regel zugewandert sind, so die Ratsmitteilung. Das Konzept zeichne sich dadurch aus, dass bei konkret definierten Sachverhalten professionelle Kräfte eingesetzt würden, um in besonders komplexen und/oder kultursensiblen Angelegenheiten auf Augenhöhe ein Verstehen zwischen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und Fachkräften herzustellen, das die elementare Basis für verbindliche Absprachen und deren Umsetzung ist. Mit seiner konzeptionellen Ausrichtung sei es eine notwendige Ergänzung zu bestehenden guten ehrenamtlichen Angeboten wie zum Beispiel dem Projekt „Integrationslotsinnen und -lotsen“.
Das Kölner Konzept findet weiterhin landes- und bundesweite Beachtung. Sowohl wissenschaftliche Institute, Studierende als auch andere Kommunen erkundigen sich nach Inhalten, Abläufen und Einwicklungen. Die bikup gGmbH greift de Gedanken des Transfers mit Gründung der bundesweiten Anlauf- und Fachstelle zur Qualität in der Sprachmittlung SprachQultur auf, um mehr Transparenz, Qualität, Orientierung und Ausrichtung in das breite Themenfeld der Sprach- und Kulturmittlung einzubringen, um nicht zuletzt auch die Vielfalt der Angebote für alle zugänglicher zu machen und diese weiter zu entwickeln.


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