bikup - Bildung, Kultur, Partizipation
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bikup in Buenos Aires

Geschäftsanbahnung Argentinien: Berufsbildung - Chancen für Wachstum

Vom 13. bis 17. Mai 2019 fand eine vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Delegationsreise zum Thema Aus- und Weiterbildung nach Buenos Aires, Argentinien, statt. Mit dabei war auch die bikup gemeinnützige GmbH, um sich ein Bild von der Aus- und Weiterbildungsbildungslandschaft vor Ort zu machen und die Gelegenheit für erste Geschäftsanbahnungsgespräche wahrzunehmen.

Besuchstermine der deutschen Delegation

Im Rahmen des vom Beratungsunternehmen enviacon International Consultancy in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Argentinischen Industrie- und Handelskammer (AHK Argentinien) organisierten Aufenthaltes erhielten die mitgereisten Bildungsanbieter zunächst eine Einführung in die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen des Landes sowie umfassende Informationen über die Situation im Bereich der beruflichen Bildung in Argentinien. Bei Besuchen des Berufsbildungszentrums Buenos Aires (BBZ), der Robert Bosch Argentina Industrial S.A., der Gewerkschaft der Automobilbranche SMATA und des Nationalen Instituts für technische Bildung INET tauschten sich die Mitglieder der deutschen Delegation direkt mit Akteuren aus dem Bildungssektor und angrenzenden Bereichen aus.

Präsentations- Netzwerkveranstaltung

Auf der Netzwerkveranstaltung mit geladenen Gästen aus Politik und Wirtschaft konnte auch die bikup gGmbH die Gelegenheit wahrnehmen, sich zu präsentieren.

Round Table mit Multiplikatoren des Sektors

Ein Runder Tisch lud Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik ein, sich in einer gemeinsamen Runde über Möglichkeiten argentinisch-deutscher Kooperationen in der betrieblichen Bildung auszutauschen. Mit dabei waren: Alejandro Mentaberry (Ministerium für Bildung, Kultur, Wissenschaft und Technologie), Hernán López (Phoenix Contact), Pia Giudice (Ministerium für Arbeit und Produktion), Eduardo Hernan Corso (Stadtregierung Buenos Aires), Cecilla Sleiman (Industrieverband UIA), die deutschen Aus- und Weiterbildungsanbieter, das BMWI, der AHK und iMOVE.

Ausgewählte Gesprächstermine mit bikup

Um sich darüber hinaus einen noch besseren Eindruck von der sozialen Lebenssituation der argentinischen Jugendlichen und ihren Bildungs- und Arbeitsmarktchancen zu machen, nahm bikup Geschäftsführerin Varinia Fernanda Morales gemeinsam mit Laura Korn einige ausgewählte Gesprächstermine wahr. Dazu gehörte ein Besuch bei dem Nationalen Jugendinstitut, eine staatliche Förderinstitution für junge Menschen in Argentinien, ein Gespräch mit Belén Alonso, Leiterin der Abteilung für soziale Verantwortung in der Gemeindeverwaltung Vicente López und ein Treffen mit Cecilia Lucca, Leiterin des „Arbeitslabors“ des Arbeitsministeriums von Argentinien, das sich um Verbesserungen und alternative Lösungen in der öffentlichen Beschäftigungspolitik von Arbeitslosen und benachteiligten Gruppen kümmert.

Abendveranstaltung

Anlässlich des Besuchs der Staatssekretärin Claudia Dörr-Voss des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gab sich der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland Jürgen Christian Mertens gemeinsam mit seiner Frau Cecilia de Mertens die Ehre, zu einem Empfang einzuladen.

Bildungspolitische Herausforderung in Argentinien

Die hohe Arbeitslosigkeit von 9,2 Prozent, eine Jugendarbeitslosigkeit von rund 25 Prozent im Jahr 2018 sowie eine Armutsquote von 40 Prozent stellen Argentinien vor große Herausforderungen. Obwohl das Land einen deutlichen Fachkräftemangel aufweist, kann diese Lücke nach dem derzeitigen Stand perspektivisch nicht mit den heranwachsenden Jugendlichen gefüllt werden, da die Schulabbrecherquote enorm hoch ist. Hinzu kommt eine mangelnde Anerkennung der Berufsbildung in der Gesellschaft und die Erwartung der Unternehmen, dass der Staat für die Ausbildung zu sorgen habe, was dazu führt, dass sie selbst wenig in sie investieren. Das duale Ausbildungssystem, das junge Menschen in Theorie und Praxis auf den Beruf vorbereitet, ist in Argentinien zudem nicht bekannt.

bikup bleibt im Austausch mit den mitgereisten Bildungsträgern und den argentinischen Ministerien, Unternehmen und Institutionen, um bei möglichen Aktivitäten seine Expertise bei der Einführung neuer Berufsbilder einzubringen


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