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Zurück ins Boot holen!

Der Sprach- und Integrationsmittler Homayun Zamani unterstützt die kriminalpräventive Initiative „Kurve kriegen“ des Innenministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen, die mit dem „bikup Sprachmittlerpool NRW“ kooperiert.
Kriminalitätsgefährdete Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 15 Jahren stehen im Mittelpunkt von „Kurve kriegen“. Ziel der Initiative ist es, sie aus der Straffälligkeit zu holen und vor einer kriminellen Karriere zu bewahren. Wie aber geht man auf Kinder und ihre Eltern zu, wenn in einer ohnehin schon schwierigen Situation zusätzlich herkunftsbedingte Sprach- und Kulturbarrieren eine Kommunikation belasten? Dort, wo polizeiliche Ansprechpartner und pädagogische Fachkräfte an ihre Grenzen stoßen, setzt die Arbeit des 50-jährigen Afghanen Homayun Zamani an. Als ausgebildeter Sprach- und Integrationsmittler, der neben Dari und Farsi noch viele weitere Dialekte der Region spricht, hat er die Möglichkeit, die Jugendlichen mit afghanischen Wurzeln vertrauensvoll, aber mit professioneller Distanz anzusprechen. Es geht darum, nicht nur die Worte wiederzugeben, sondern zu verstehen, was sich dahinter verbirgt. Soziokulturelles Vermitteln ist eine der Techniken, die die Sprach- und Integrationsmittler neben dem klassischen Dolmetschen in ihrer Fortbildung lernen. Damit können sie Türen öffnen und den Weg für eine verständnisvolle Kommunikation aller Beteiligten frei machen. „Insbesondere die Kids“, so Zamani, „kann ich wieder zurück ins Boot holen“.

 


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