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sozial, politisch und menschlich

Flüchtlinge kommen zu Wort

Integration bedeutet nicht nur die Sprache lernen, sondern auch Rechte erwerben.
Flüchtling in Deutschland

Flüchtlinge kommen zu Wort

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Flüchtlinge in Deutschland
Obwohl die Bundesrepublik mittlerweile ein Einwanderungsland ist und auch in Zukunft (schon aus demographischen Gründen) auf Migration angewiesen sein wird, ist eine reale Integrationspolitik für Flüchtlinge auch über das neue Zuwanderungsgesetz nicht in Sicht. Dies betrifft in besonderer Weise die Asylbewerber sowie die knapp 90.000 geduldeten Flüchtlinge, von denen etwa 26.500 in NRW leben und deren Aufenthaltsdauer sich auf teilweise (14.119 Personen) über 15 Jahren beläuft.

Während des Asylverfahrens und in der Zeit ihrer Duldung gibt es für diese Menschen keinerlei Sprach- und Integrationsangebote. Im ersten Jahr des Aufenthalts gilt darüber hinaus ein absolutes Arbeitsverbot. Auch danach sind die Chancen auf eine berufliche Aus- oder Weiterbildung äußerst gering. Die Kinder dieser Flüchtlinge fallen mit dem Schulabschluss in ein berufliches Nichts. Die erzwungene Perspektivlosigkeit verbunden mit ständiger Angst vor einer zwangsweisen Rückführung ins Herkunftsland hat schwerwiegende psychische und gesundheitliche Folgen.  

Siehe zu den rechtlichen Rahmenbedingungen auch: Leitfaden für Flüchtlinge in Niedersachsen, 2. Auflage


Flüchtlinge kommen zu Wort
Im Rahmen dieses Projektes wurden Flüchtlinge mit ungesichertem Aufenthaltsstatus zu der Frage „Was verstehen Sie unter Integration?“ befragt.
Diese Menschen befinden sich größtenteils seit über 10 Jahren in Deutschland ohne die Möglichkeit ein würdevolles Leben führen zu können, ohne Arbeitserlaubnis und mit der permanenten Angst vor Abschiebung. Sie stammen aus Afghanistan, Moldawien, Weißrussland, Kongo, Nigeria, Kosovo, Ukraine, Iran, Aserbaidschan, Sierra Leone, Togo, Irak und Eritrea. Sie sind vereinzelt als unbegleitete minderjährige Flüchtlingskinder in Deutschland eingetroffen, teilweise haben sie in ihren Heimatländern studiert oder als Lehrer oder Lehrerein, Friseurin, Psychologin, Ingenieure gearbeitet, bevor Krieg oder Menschenrechtsverletzungen am eigenen Leib sie zur Flucht getrieben haben.

Sie sehen hier kurze Ausschnitte von Interviews, die wir mit diesen Menschen geführt haben.